Die älteste Uhrenkomplikation? Erst 1947 stand mit dem Cricket-Kaliber von Vulcain die erste Wecker- Armbanduhr zur Verfügung, die diesen Namen wirklich verdiente. Die mit dem Läutmechanismus verbundenen Probleme hatten die Uhrmacher aber schon mehrere Jahrhunderte zuvor beschäftigt. So ist der Wecker wohl die älteste Uhrenkomplikation überhaupt. Man sagt, dass es bereits in den Klöstern des 12. Jahrhunderts Uhren gab, die durch ihr Läuten an die Messezeiten erinnerten – noch bevor es überhaupt Uhrzeiger gab. Im 15. Jahrhundert waren die Tischuhren häufig mit einem Weckmechanismus und einer kleinen Glocke ausgestattet. 1601 verlangte die Genfer Uhrmacherinnung sogar von jedem, der «Uhrmachermeister» werden wollte, die Herstellung einer «kleinen Uhr mit Wecker». Im 16. Jahrhundert erschienen dann die ersten Taschenuhren mit Weckfunktion und durchbrochenem Deckel, um das Läuten besser hörbar zu machen. Im 17. Jahrhundert stellte man ausserdem grosse «Karossenuhren» her, die Reisende während der Fahrt wecken sollten, damit sie ihre Kutschanschlüsse nicht verpassten.